Dr. Michael Bohne

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Was ist PEP?
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Biographie

Biographie

Welche unerkannten und verborgenen Entwicklungspotentiale Menschen haben können, und welche zunächst unvorstellbaren Entwicklungsschritte diese Menschen dann wider allen Prognosen gehen können, habe ich auch am eigenen Leibe erfahren.

 

Ich hatte das Glück, nach der 8. Klasse aus der Hauptschule ohne Hauptschulabschluss entlassen worden zu sein, nachdem ich zum Schluss als Klassenkasper und Legastheniker in einer Klasse für 'schwer erziehbare Kinder' war, die von der Rektorin geleitet wurde. Für mich war sowohl die Grundschule, als auch das, was danach folgte kein Ort, an dem ich mich gut hätte entwickeln können. Man gab mir bei der Schulentlassung mit auf den Weg, dass ich zusehen solle Arbeit zu finden. Ich ging zur Volkshochschule und meldete mich für einen Hauptschulkurs an, den ich dann sechs Monate später erfolgreich abschloss. Besonders motivierend für mich war gewesen, dass sich meine alte Klasse noch mitten in der 9. Klasse befand, während ich sie draußen überholt hatte.

 

Heute ist es so, dass viele Eltern und Lehrer meine persönliche Entwicklungsgeschichte gern als Modell für ihre Kinder nutzen, wenn diese gerade in einer Sinn- oder Leistungskrise stecken. Deshalb möchte ich Sie ein wenig teilhaben lassen an meinem Entwicklungsweg. Ich werde die Geschichte rückwärts erzählen, also beginnend in der Gegenwart.

 

Viel Spaß beim Schmökern. Es freut mich bei meiner eigenen etwas ungewöhnlichen Schullaufbahn sehr, dass der Club of Rome mich 2006 für sein Schulprojekt Club of Rome Schule als Berater und Coach für den Bereich Musik hinzugezogen hat. So war es mir möglich, einen kleinen Beitrag bei der Durchführung eines innovativen Schulkonzeptes zu leisten.

Die einzelnen Etappen

Von der Leidenschaft über das Steckenpferd zum Arbeitsschwerpunkt

Mein leidenschaftlicher Arbeitsschwerpunkt liegt seit einigen Jahren im Bereich Probespiel-Training und Auftritts-Coaching. Ich trainiere als Auftritts-Coach die Fernseh- und Radiomoderatoren von ARD und ZDF bei der ARD/ZDF Medienakademie und Orchestermusiker verschiedener Profiorchester.  Ferner arbeite ich als externer Coach und Management-Trainer für verschiedenen Unternehmen, wie z.B. die Volkswagen Coaching Gesellschaft, die NORD/LB, den NDR, etc. An der Hochschule für Musik und Theater in Hannover hatte ich einige Semester einen Lehrauftrag im Bereich Lampenfieber-Training und Auftritts-Coaching (2000 – 2002) und ab Herbst 2004 war ich für einige Semester Gastdozent zu diesem Thema im neuen Orchesterzentrum NRW in Dortmund, einem Aufbaustudiengang für Orchestermusiker. Darüber hinaus bin ich als Gastdozent für Probespiel-Training,  Auftritts-Coaching und Bestleistungsförderung an verschiedenen Musikhochschulen tätig, wie z.B. Musikhochschule Basel, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Musikhochschule Leipzig, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, etc. tätig.  2010 und 2011 war ich als Coach für Mental- und Probespieltraining an der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker eingeladen. Die Musiker des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg, der Radiophilharmonie des NDR in Hannover, sowie die Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters der Hamburger Oper und viele niedersächsische Staatsorchester (wie z.B. das Staatsorchester Hannover) habe ich zum Thema Auftrittsoptimierung und gesundheitsförderliche Selbstmanagementstrategien für Orchestermusiker trainiert.

 

Meine eigenen Musiziererfahrungen am Cello und die eigene Erfahrung, bei öffentlichen Auftritten – mit oder ohne Cello - ins Schwitzen zu geraten, sich unsicher zu fühlen, zu zittern, Leere im Kopf zu haben und nicht mehr an sich und sein Können zu glauben, halfen mir enorm, zu verstehen, wie sehr man seine Fähigkeiten bei einem öffentlichen Auftritt verlieren kann. Aufgrund meiner Ausbildung zum Arzt und Psychotherapeut, meiner vielfältigen psychotherapeutischen Aus-, Fort- und Weiterbildungen und der Arbeit mit extrem stressexponierten Menschen (Fernsehmoderatoren, Nachrichtensprecher, Solomusiker, Manager, Pressesprecher, etc.), konnte ich verschiedene Angstbewältigungs- und Selbstmanagementstrategien zusammenstellen und weiterentwickeln, die für Auftretende in verschiedenen Kontexten hilfreich sind. Menschen, die sich durch öffentliche Auftritte psychischen Belastungen ausgesetzt sehen und die sich nicht wirklich wohl fühlen, haben es wesentlich schwerer, persönliche Bestleitstungen zu bringen. Dies kann erhebliche negative Auswirkungen auf ihre Produkte und auf ihre Karrierechancen haben. Das Spektrum der Menschen, die mit einem Auftrittsanliegen zu mir kommen umfasst solche, die aufgrund ihrer Auftrittsängste weit unter ihren Möglichkeiten bleiben bis zu denjenigen Spitzenleistern, die einfach nur noch besser werden wollen, eine Spitzenposition in ihrem Bereich erreichen, bzw. verteidigen wollen, bzw. die weniger Energie bei den einzelnen exponierten Auftritten verbrauchen wollen.

 

Meine Vision, mein Vorgehen

Es ist mir wichtig, die Themen Lampenfieber und Auftrittsangst zu entmystifizieren, sie aus ihrem Tabu zu befreien und aus einer eher pathologisierenden Psychotherapiewelt in eine eher sportliche, leistungsorientierte und berufsrollenbezogene Coachingwelt zu überführen. Hierzu gehören auch meine Veröffentlichungen in diesem Bereich. Nach meinem Verständnis ist es ein Zeichen von Professionalität, vor einem bedeutsamen öffentlichen Auftritt einen Auftritts-Coach zu konsultieren, mit dem man an einer Verbesserung seiner Performance und des eigenen Wohlgefühls vor und während der Auftritte arbeitet. Dies heißt für die Ausbildung von Musikern, Sängern und Journalisten, etc., dass sie schon während ihrer Ausbildung, ihres Studiums mentale und emotionale Selbstmanagementstrategien erlernen sollten, anhand derer sie ihre Auftritte in einem besseren psycho-physischen Zustand erleben können. So wird es ihnen leichter fallen, persönliche Bestleistungen zu bringen, was sich letztendlich auf die Arbeitszufriedenheit und die Karrierechancen positiv auswirken wird. In meinen Workshops und Einzelcoachings versuche ich, die Phänomene Lampenfieber und Auftrittsängste mit viel Humor und Leichtigkeit als das darzustellen, was sie eigentlich sind. Völlig normale menschliche Reaktionen auf extreme Anforderungen. Ich habe mehrere sehr nützliche und wirksame Selbstmanagementstrategien entwickelt und Stressreduktionstechniken auf das Thema zugeschnitten. All diese Techniken ermöglichen den sich exponierenden Menschen, den Auftrittsstress erheblich zu reduzieren und den gewünschten Auftritt mit einem größeren Wohlgefühl zu erleben.

 

Gerade für Menschen, die sich öffentlich exponieren und somit angreifbar machen, stellt das Selbstwertgefühl einen wichtigen Immunschutz vor Angriffen anderer dar. Für Musiker, TV- und Radioprofis und Führungskräfte, die ja aufgrund ihrer Position ein besonderes Standing haben müssen, ist ein individuelles und auf ihre spezifischen Belastungen zugeschnittenes Selbstwerttraining eine sehr hilfreiche Maßnahme ihrer Personal Mastery. Deshalb ist das Selbstwerttraining ein wesentlicher Teil meines Coaching-Ansatzes.

 

Mein zweiter Schwerpunkt: Von der Energetischen Psychologie zu PEP

Als ich im Jahre 2001 die Energetische Psychologie und Fred Gallo kennen lernte, veränderte sich meine Arbeitsweise grundlegend. Seitdem habe ich mehr als 27.000 Anliegen bei mehreren Tausend Klienten und Workshopteilnehmern mit den faszinierenden und erstaunlich wirksamen 'Klopftechniken' durchgeführt. Ich war  gleich zu Beginn so begeistert von dieser Technik, dass ich andere Ärzte,  Psychotherapeuten und Coaches seit 2003 zunächst in Energetischer Psychotherapie fortbildete. Allerdings wurde recht schnell klar, dass viele der guten und erfahrenen Psychotherapeuten und Coaches das Klopfen nicht gut in ihre Arbeit integrieren konnten, da die Klopftechniken vielen zu esoterisch, zu technikorientiert, zu unreflektiert oder mit zu vielen Heilsversprechen aufgeladen waren. Ich sah also die Notwendigkeit, die Klopftechniken zu entmystifizieren und weiter zu entwickeln und habe deshalb das gesamte Konzept, die Erklärungsmodelle, die Terminologie und die Integrationspotentiale überarbeitet, um wesentliche Aspekte erweitert und neu definiert. Daraus ist PEP entstanden, die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie. Die Wirkhypothesen von PEP sind an den Ergebnissen der Psychotherapie- und Hirnforschung angelehnt, und ihre Tools werden 'untechnisch' in Psychotherapie und Coaching integriert. Deshalb war es nur konsequent, dass sich der Begriff 'Energetische' im Laufe der letzten Jahre zu 'Embodimentfokussiert' weiterentwickelt hat. In der Praxis beschleunigt PEP nicht nur den diagnostischen wie den therapeutischen Prozess deutlich, sondern lässt sich wesentlich besser in die Psychotherapie, die Stressmedizin, das Coaching und die Traumatherapie integrieren.

 

Ich freue mich sehr, mit PEP und ganz konkret mit der prozessorientierten Weiterentwicklung, mit den Big Five Lösungsblockaden, dem Kognitions-Kongruenz-Test und dem Selbstwert-Training einen hilfreichen und nützlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der Psychotherapie und des Coachings geleistet haben zu dürfen.

 

Mentor bei ArbeiterKind.de

Seit 2014 bin ich Mentor bei ArbeiterKind.de, einer faszinierenden Sozialorganisation, die Kinder unterstützt, die die ersten in ihrer Familie sind, die studieren.

 

Berufliche Herkunft, Fort- und Weiterbildungen

  • Ich begann im Jahr 2000 als Arzt, Coach, Trainer, Psychotherapeut und Fortbilder in eigener Praxis zu arbeiten. Meine theoretische Ausrichtung ist vor allem lösungs- und ressourcenorientiert mit psychodynamischem Hintergrund. Meine ärztlichen Sporen habe ich ab 1995 an der städtischen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Hannover und an der neurologischen Rehabilitationsklinik in Coppenbrügge verdient, habe nach gründlicher Fortbildung umfangreiche Erfahrungen im Bereich der forensischen Begutachtung psychisch kranker Straftäter gemacht und war für ca. ein Jahr 1999 - 2000 konsiliarischer Psychiater für die Justizvollzugsanstalten Celle und Salinenmoor.

 

  • Neben meiner Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie habe ich verschiedene Fortbildungen in unterschiedlichsten Psychotherapieverfahren absolviert. Nach der fachärztlichen Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Therapie und Verhaltenstherapie folgten Fortbildungen in Systemischer Therapie und Beratung (ISS Hamburg), Hypnotherapie (M.E.G.), EMDR (Köln), Struktur- und Familienaufstellung (MEIB Berlin), Energetische Psychologie (bei Fred Gallo) und für einige Semester ein Studium der Arbeitswissenschaft (Universität Hannover).

 

  • Lehrtätigkeit: seit 1999 verschiedene wechselnde Lehraufträge und Gastdozenturen unter anderem an der FH Braunschweig, ev. FH Hannover, Hochschule für Musik und Theater Hannover und viele andere Musikhochschulen (s.o.). Lehrtherapeutische Tätigkeit in Hypnotherapie und Energetischer Psychotherapie, seit 2008 PEP.

 

  • Diverse Veröffentlichungen zum Thema Empfängnisverhütung auf Seiten des Mannes (bis 1997) und zu Lampenfieber-Training und Auftritts-Coaching (ab 2002), sowie für den Bankenbereich, Risikomanagement Intuition

 

  • Studium der Humanmedizin bis 1994. Ärztliche Prüfung (1995) und folgendes AIP und Facharztausbildung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie

 

  • In der Zeit von 1987 bis 1995 habe ich Medizin und zeitweise Germanistik und Philosophie in Hannover und Hamburg studiert. Im Studium habe ich sehr früh Interesse an der Psychosomatik entwickelt, so dass ich bereits im 3. Semester in einem jener legendären Praktika bei Prof. Hellmuth Freyberger in Hannover erste Erfahrungen mit der faszinierenden Welt der Psychosomatik machen konnte. Mein Engagement im Bereich Psychosomatik führte 1993 dazu, dass ich den Carl-Gustav-Carus Preis für psychosomatische Forschung erhielt. Thema der Preisausschreibung war: 'Was heißt es Arzt/Ärztin im bio-psycho-sozialen Betreuungskonzept zu sein?' Prof. Peter Petersen aus Hannover war für meine psychosomatische Sozialisation von entscheidender Wichtigkeit. Bei ihm habe ich die wachstumsorientierte Grundhaltung von C.G. Jung kennen gelernt. Darüber hinaus habe ich durch ihn den Bereich der künstlerischen Therapien etwas näher erfahren. Letztlich war er mir ein wichtiger Gesprächspartner für meine Doktorarbeit, in der ich mich mit wissenssoziologischen Fragen zum Thema Empfängnisverhütung auf Seiten des Mannes beschäftigt habe. Die Ergebnisse meiner Doktorarbeit habe ich zu einem Buch umgearbeitet, welches im Mabuse Verlag veröffentlicht worden ist. Prof. Peter Petersen hat mich jedoch auch als Mensch sehr beeindruckt. Ihm im Medizinstudium begegnet zu sein, hat meine Haltung als Arzt massgeblich geprägt. Seine Gedanken über Fruchtbarkeit, Empfängnis und Empfängnisverhütung haben mich in meinem Denken und Fühlen tief berührt. Mein Studium beendete ich mit einem psychosomatischen Praxiseinsatz im Praktischen Jahr im Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim bei Prof. Heinz Schepank. Während des Studiums famulierte ich in Wien und in Ennis/Irland. Ab dem 5. Semester war ich Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

  • Schule und erste Berufsausbildung: Nachdem ich mit 5 Jahren vielleicht etwas zu früh eingeschult worden bin, verlief meine Grundschulzeit nicht wirklich glorreich, so dass ich nach der Grundschule auf die Hauptschule wechselte, in der ich zunächst zum sogenannten Legastheniker avancierte, dann in der sechsten Klasse sitzen blieb, zum Klassenkasper wurde – das konnte ich wirklich ganz gut – später in einer von der Rektorin geleiteten 'Klasse für schwer erziehbare Kinder' landete und diese dann nach der achten Klasse ohne Hauptschulabschluss verließ. Ab da lief es dann wesentlich besser; ich holte innerhalb von sechs Monaten an der Volkshochschule in Hannover den Hauptschulabschluss nach und habe auf diesem Weg meine Hauptschulklasse überholt, die noch ein halbes Jahr länger brauchten, um die neunte Klasse abzuschließen. Nach dem Hauptschulabschluss holte ich den Realschulabschluss nach, jobbte nebenher im Supermarkt, in einer Geschenkboutique und einer Reinigungsfirma. Seit dem 16. Lebensjahr arbeitete ich dann nach einem Schwesternhelfer Lehrgang beim Malteser Hilfsdienst in verschiedenen Krankenhäusern. Beim Malteser Hilfsdienst verpflichtete ich mich dann auch für acht Jahre berufsbegleitend für den Katastrophenschutz. In dieser Zeit war ich als Sanitäter, Rettungshelfer und Erste Hilfe Ausbilder tätig. Parallel folgte eine erste Berufsausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister (Physiotherapeut) in Koblenz und Hannover. Diese Ausbildung hatte sehr viel Spaß gemacht, aber die Arbeit als Masseur war äußerst anstrengend und ich merkte sehr bald, dass meine intellektuelle Neugier in diesem Beruf nicht hinreichend befriedigt wurde. Somit entschloss ich mich, das Abitur am Hannover Kolleg nachzuholen, was eine sehr gute Entscheidung war. Die nun folgenden drei Jahre waren sehr inspirierend: Schule, hochmotivierte Schüler und Lehrer, nebenbei im Krankenhaus arbeiten und sich so auf das Studium vorbereiten. Schon zu Beginn des Hannover Kollegs war mir klar, ich wollte Medizin studieren und ich wollte den Bereich Psychosomatik kennen lernen. Ich war fasziniert von den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, die ich seit meiner Tätigkeit im Krankenhaus und im Masseurberuf beobachten konnte. Nach dem Abitur bekam ich einen Studienplatz für Medizin in Hannover und ich begann 1987 das Medizinstudium.

 

Tabellarischer Lebenslauf